Fashion Revolution Day mit Maas Natur - Outfit of the Weekend




Heute ist Fahion Revolution Day, der Tag an dem sich so einige Länder und Menschen versammelt gegen die schlechten Arbeitskonditionen anderer Menschen einsetzen.



Die Meisten kennen den Auslöser dieses Events noch nicht genau:
Am 24. April 2013 starben 1133 Menschen im Rana Plaza Factory Gebäude in Dhaka (Bangladesh). In diesem Gebäude arbeiteten Menschen an den Kleidungsstücken einiger Modeketten.
2500 weitere erleiden schwere Verletzungen, Bilder gehen durch die Medien, es ist wohl schon länger bekannt, dass das Gebäude auf schlechtem Boden gebaut ist und eine Einsturzgefahr bestand.






Und sowas passiert wenn man nicht hinguckt. Aber das sollten wir, indem wir darauf achten, wo und wie unsere Klamotten hergestellt werden.
Deshalb möchte ich euch die Modemarke "Maas Natur" vorstellen, welche ökologische Mode herstellt. Das heißt, dass die Produktion nachhaltig und unter fairen Arbeitskonditionen stattfindet.

Herr Maas hat sich bereit erklärt, mir einige Fragen zum Thema ökologische Mode und Nachhaltigkeit zu beantworten:

1) Seit 1985 steht Maas Natur für Umweltfreundlichkeit und langlebige, ökologische Mode. Denken Sie, dass das Bewusstsein der Konsumenten für dieses Thema weiter zunimmt?

Ein ganz klares Ja!
Auch wenn ökologische Mode nicht mehr als 5% Prozent ausmacht, war sie nie so breit und vielfältig wie jetzt. „Die Ökomode“ (weit und schlabberig) gibt es nicht mehr. Es sind alle Stilrichtungen vertreten, so dass eigentlich für jeden etwas dabei ist.
Was uns wirklich freut, ist, dass es unglaublich viele junge Labels gibt, die Ökomode auf ihre ganz eigene Art interpretieren.
Die Rana Plaza Katastrophe hat ebenfalls dazu beigetragen, dass sich mehr Menschen Gedanken über die Produktionsbedingungen ihrer Kleidung machen. Es ist nur furchtbar, dass es erst soweit kommen musste.


2) Wieso ist es wichtig, auf bestimmte Materialien in Kleidungsstücken zu achten? Gibt es Stoffe, die uns besonders im Sommer auf der Haut schaden können?

Wir haben uns vor 30 Jahren ganz bewusst für Naturtextilien entschieden, da diese in ihren Trageeigenschaften einfach unschlagbar sind, bspw. Leinen. Es kann Luftfeuchtigkeit leicht aufnehmen und schnell wieder abgegeben, wirkt somit kühlend, aber zugleich angenehm trocken auf der Haut, also ideal für den Sommer.
Insbesondere Textilien aus Polyester bieten im Sommer Nachteile, denn Schweiß wird nicht aufgesaugt, bleibt auf der Haut, sorgt für Geruchsbildung und/oder kann Hautirritationen verursachen. Darüber hinaus wird für die Herstellung Erdöl verwendet.



3) Ökologische Mode muss nicht langweilig sein - leider ein großes Vorurteil unter Konsumenten. Wodurch lassen sich Ihre Designer/-innen inspirieren?


Auch unsere Designerinnen lassen sich von aktuellen Modetrends beeinflussen und lassen diese Ideen in unsere aktuellen Kollektionen einfließen. Seit einigen Jahren führen wir auch junge Labels wie armed angels und slowmo.


4) Ob Student, Praktikant oder fest im Job - Sie alle behaupten, dass es "schwer" ist auf ein umweltbewussteres Konsumverhalten zu wechseln. Was sind die wichtigsten 3 Gründe für Sie, um auf schnelllebige Mode zu verzichten und in ökologische Mode zu investieren?


Ein Wandel im Konsumverhalten kann man nicht erzwingen, aber gezielte Aufklärungsarbeit wird ganz sicher dazu beitragen. Das kann gar nicht früh genug einsetzen:
Wenn bereits Jugendliche in der Schule erfahren, wieviel Wasser zum Beispiel verbraucht wird, um ein T- Shirt oder eine Jeans zu produzieren, so dass sie als Erwachsene vielleicht bewusster einkaufen oder öfter im Laden nach den Produktionsbedingungen fragen.

Ein wichtiger Schritt wäre aus meiner Sicht, das Thema Mode noch weiter ins Bewusstsein zu rücken und den Menschen klarzumachen, dass ein T-Shirt, das für 4,95 Euro verkauft wird, nicht unter anständigen Umständen produziert worden sein kann und das sowohl in ökologischer als auch ethischer Hinsicht.

___

Auch ich besitze noch Klamotten von Modeketten, die man eigentlich nicht unterstützen sollte. Doch gleichzeitig ist es mir wichtig, schon gekaufte Klamotten nicht einfach wegzuschmeissen, sondern zu gebrauchen und sie zum geeigneten Zeitpunkt gegen nachhaltigere auszuwechseln.

Damit möchte ich zur "Slow Fashion" beisteuern.

Ich freue mich über Eure Kommentare und Fragen.


Cardigan von Maas Natur
Shirt von Bershka
Jeans von Pepe Jeans
Ringe privat
Rucksack über Kleiderkreisel



– Vielen Dank an Maas Natur für die Unterstützung –


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen