Kopfsalat März - was blogst du?


Es scheint ein Umdenken gegeben zu haben auf dem Blog, er sieht ganz anders aus, der letzte Post ist nun auch gute zwei Monate her… Dabei haben ein paar Menschen schon gespannt auf den nächsten Post aus Berlin gewartet.
An dieser Stelle ein ehrliches Tut mir Leid an alle, die hier vorbeischauen und sich den ganzen Kram wirklich durchlesen. Es war nicht meine Absicht so lange nichts zu schreiben.

Nachdem ich aus Berlin zurück war, hatte ich genau zwei Tage in Köln, um meinen ganzen Kram einzupacken und nach München zu ziehen.
Die letzten Wochen waren ein Auf und Ab der Gefühle, ein Ziehen und Schleppen von Möbeln und ein Sterben und Erwachen aus Krankheiten und geistigen Zuständen.
Klingt sehr dramatisch, was aber eigentlich ok ist an dieser Stelle.

Tatsächlich gab es ein riesiges Geratter in meinem kleinen Kopf und Auslöser waren die ganzen Eindrücke in Berlin und in München.
Die Blogger und Bloggerinnen die mir begegnet sind, waren unglaublich cool, unglaublich arrogant oder unglaublich in ihrer eigenen Bloggerwelt mit ihren Bloggerfreundinnen.
Berlin scheint eine Gang zu sein.

Die ganzen Marken, die mit ihren Ständchen die Blogger ansprechen wollen mit Give-Aways, Pröbchen, Visitenkarten, usw. war für mich im ersten Augenblick wie Freibier.
Auch ich habe mich am kostenlosen Berieseln von Produkten erfreut, dazu aber später mehr.
Nachdem ich dann einige Messen und Events besucht habe, empfand ich eine Genugtuung von diesem „Modezirkus“ und dachte mir „Haste ja gar kein Bock drauf.

Im Allgemeinen ging es eben darum sich zu präsentieren und gesehen zu werden.
In vielen Fällen eben auch um jeden Preis. Meist zum Preis von einer Chanel-Bag, Valentino-Schuhen oder einer Acne-Lederjacke. Und um da mal eine Dimension reinzubringen: ab 1000€ aufwärts.

Wow!“ dachte ich mir, „Die müssen ja unglaublich Kohle verdienen in ihrem Business.
Na klar verdienen paar C-Promis mehr als eine 20-jährige Bloggerin, die sich ihre Celine-Bag mit Aushilfsjobs und BaföG-Ersparnissen besorgt. Und dann dachte ich mir „Wow! Wollen die jetzt alle noch bei Mutti wohnen bis der BaföG-Hahn abgedreht wird und sie dann merken, dass sie sich mal langsam mit dem Studium beeilen müssen? Oder hofft da jeder auf das Schicksal, dass man groß raus kommt und Vollzeit-Blogger wird?“

Im Endeffekt kann es ja jeder machen wie er will. Da ich eben nicht mehr bei Mutti wohne, in einer von Deutschlands teuersten Städten lebe und mein Fokus im Bereich Grafik-Design liegt, bin ich kein Mensch, der sich voll und ganz auf’s Bloggen konzentriert.
Außerdem haben mir meine Eltern immer den Rat gegeben „Wenn du ein festes Standbein hast, kannst du machen was du willst. Du bist nicht abhängig und handelst freier aber auch bewusster in deinem Tun.“
Das ganze eben auf Türkisch. Danke dafür, Anne und Baba.

Nachdem ich mich nun berieseln ließ, einen tollen E-Mail-Austausch über dieses Thema hatte, einige Blogger-Posts über das bloggen itself gelesen habe und über die noch vorhandene Authentizität, da war für mich klar, dass mir das Bloggen zwar wichtig ist, aber nicht um jeden Preis. Ich denke auch, dass das Thema Mode zwar einen Großteil meines Blogs ausmacht, da ich mich einfach sehr dafür interessiere, jedoch gibt es da draußen viel mehr was ich auf dieser Plattform zeigen möchte.
Vielleicht fehlt es mir noch an Erfahrung in Bereichen wie „Leserfreundlichkeit“, „Allgemeinwissen im Mode-Bereich“ oder sonstiges.
Vielleicht nehme ich mich aber mit all dem hier aber auch zu ernst, denn am Ende des Tages soll das Bloggen mir Spaß machen und ein paar von euch unterhalten.

Einerseits möchte ich den Menschen, die meinen Blog lesen, gerecht werden, andererseits möchte ich thematisch auch immer gleich auf sein, was wohl der größte Fehler ist, den man als Kreativmensch machen kann.
Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei euch, aber auch bei mir selbst entschuldigen.
Kein Mensch ist perfekt und das gehört nunmal zum Prozess. Fehler machen und daraus lernen.

Ich möchte in Zukunft tatsächlich nicht nur über Mode, sondern auch mehr über Gefühle, Zustände, Freuden, Eindrücke und weiteres bloggen, meine eigene Art, die Dinge wahrzunehmen, erklären und einfach nur ein wenig unterhalten.

Wer jetzt sagt „Was laberst du da?“ oder „Ja super! Ich hätte da etwas Input!“, der darf und soll mir bitte eine Mail schreiben, da ich mich gerne berieseln lasse von verschiedenen Meinungen und Eindrücken, wie man diesem Post ja jetzt wohl ziemlich gut entnehmen kann.

Ich habe auch einige Angebote bekommen, um über Produkte zu schreiben, was ich sicherlich auch tun werde. Das heißt aber nicht, dass ich JEDES Produkt vorstelle und auch nicht alles positiv bewerte, nur weil ich es testen durfte. So wie ein authentischer Blogger das machen sollte, werde ich meine persönliche quietschehrliche Meinung abgeben.

Ich werde mir auch die Mühe geben, den Blog regelmäßiger mit meinem Gedankengut und schönen Bildern zu füttern, auch wenn ich noch ziemlich viel über meine neue Kamera lernen muss und auch allgemein etwas über Zeitmanagement.

Ich freue mich auf euer Feedback und auf den nächsten Post!

Habt ihr in letzter Zeit ein großes Umdenken gehabt?

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