NACHHALTIGKEIT, FAIRE MODE UND UMDENKEN



Es gibt viele, die sich bereits mit dem Thema beschäftigen und viele die es noch tun könnten:
Was soll dieses Wort eigentlich alles bedeuten und warum redet jeder davon, genauso wie über Laktose-Intoleranz? Und wieso haben so viele kein Bock auf das Thema? Und warum fange ich jetzt auch noch damit an?!
So viele Fragen und eine Antwort: Weil es immer wichtiger wird.

Bevor ich aber als Greenpeace oder Peta-Botschafter durchgehe, erkläre ich wie ich überhaupt zu dieser Denkerei gekommen bin.
Kennt ihr das, wenn ihr einen Laden betretet und es riecht nach Plastik? Oder nach Gummi?? Ganz penetrant? Das war so bei mir als ich den neuen Primark in Köln besuchte.
Überall hängen tausende von Shirts, Schuhen, Taschen und anderen Klamotten und die Leute stürzen sich drauf als ob sie was verpassen könnten.
Ich sah so viel an Klamotte und roch so viel Plastik, dass ich nach 5 Minuten den Laden fluchtartig verlassen musste.

Dann kam irgendwann der Zeitpunkt an dem ich nach Hamburg zog. Dort habe ich die meisten Vegetarier kennengelernt und gleichzeitig die meisten Pelzträger gesehen. Ich selbst halte Fell für ein unnötiges Luxusprodukt, wir leben ja nicht mehr in der Steinzeit.
Ich habe mich durch einige Blogs gelesen, habe Shops erspäht, die nachhaltig produzieren und habe Videos gesehen und Berichte gelesen, die mich den Tränen nahe brachten.
Die Videos zeigen die Herstellung von Leder oder zeigen, wie H&M als schwedisches Imperium nichts unternimmt, um die Arbeitskonditionen für Mitarbeiter in Bangladesh zu verbessern. Sie legen eher noch einen drauf, indem sie jetzt auch in Äthiopien produzieren lassen, wo es gar keinen Mindestlohn gibt.
So, und ich als Anhänger Sailor Moons musste natürlich für Liebe und Gerechtigkeit sorgen.
Wenigstens in meinem eigenen Kleiderschrank. Zugegeben, der spuckt nur Labels wie H&M, Zara, Weekday usw aus, aber dieses blinde Konsumverhalten möchte ich mir selbst nicht mehr antun.

Das hier ist jetzt kein Aufruf an alle Leser es besser zu machen oder ein schlechtes Gewissen zu verbreiten. Ich möchte euch in Zukunft bessere Alternativen zeigen. Nachhaltige Mode oder ähnliches muss nicht teuer sein und nach Ron Weasley aussehen. Heutzutage ist das Angebot so facettenreich, dass jeder Chabo fündig wird und es sich auch wirklich leisten kann, wenn er denn so will.

Ich selbst möchte einfach nicht mehr kaufen, kaufen, kaufen und tragen was sowieso alle tragen und dann alles wegschmeissen weils sowieso kaputt ist oder eben nicht mehr en vogue wegen dieser Schnellebigkeit.
Daran leiden am Meisten die Menschen, die unter schlechten Arbeitskonditionen ihre Familie ernähren müssen, mit 30€ im Monat, wenn's hochkommt.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass es tatsächlich ein internationales Problem ist und nicht nur an den Ländern wie Bangladesch, Indonesien, China, etc. liegt. Je mehr wir kaufen, desto größer ist die Nachfrage. Je größer die Nachfrage, desto größere Mengen und umso öfter muss produziert werden. Und je mehr produziert wird, umso mehr müssen die Menschen arbeiten, ohne gleichzeitig mehr zu verdienen oder mehr Zeit und wenigstens ein sicheres und gutes Arbeitsumfeld zu bekommen.

Man reflektiere also mal sein (Kauf-)Verhalten…
Ich würde mich über Kritik und Anregungen eurerseits sehr freuen und hoffe ihr seht mich nicht als "noch so eine die jetzt damit anfängt".

Liebe Grüße!!

Cici xx

Kommentare:

  1. Ich stimme dir absolut zu, ich versuche auch sehr zu darauf zu achten möglichst wenig bzw. gar nicht in Läden wie H&M & Co. einzukaufen um sie nicht noch weiter zu unterstützen in dem was sie tun. Ich finde es super das du "noch so eine bist die jetzt damit anfängt" weiter so!

    www.thefashionfraction.com

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    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!! Das bestärkt mich und ich finds super dass so eine tolle Bloggerin genauso denkt!

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